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Wie erstellt man einen guten Businessplan? Teil 2

Markteinschätzung und Absatzchancen
Unter der ersten Hauptüberschrift werden die Produkte bzw. die Dienstleistungen, die man anbieten und verkaufen will und deren Markt dargestellt. Dieser Punkt birgt die höchsten Unsicherheiten, darum sollte man die Details dieser Planungen der Umsatzerlöse besonders sorgfältig und kritisch auf Plausibilität prüfen. Wie groß ist der Markt? Wie stark ist der Wettbewerb? Warum glaubt man, sich mit seinem Produkt am Markt durchsetzen zu können? Gibt es besondere Eigenschaften seiner Produkte oder der Dienstleistungen, mit denen man der Konkurrenz überlegen ist? Ist es vielleicht die besondere Art der Kundengewinnung oder der Distribution? Oder liegt es vielleicht an günstigeren Preisen, mit denen man der Konkurrenz überlegen ist? Wenn diese Fragen diskutiert sind, kann man zuverlässiger abschätzen, welchen Marktanteil man in etwa welchem Zeitraum erreichen kann, und hat man das richtig eingeschätzt, wird man auch zu einer hinreichend zuverlässigen und plausiblen Schätzung der Umsatzerlöse kommen. So hat man dann die Umsatzziele definiert.

Ablauforganisation
Nach diesen Vorüberlegungen zu den Absatzchancen kann der Ablauf des Projektes oder, bei Gründungen, der Unternehmensaufbau dargestellt werden. Hier wird nicht nur gezeigt, welche konkreten Maßnahmen durchgeführt werden sollen, um die vorher definierten Ziele zu erreichen, sondern auch in welcher logischen Reihenfolge und in welchem Zeitraum das alles erreicht werden soll. Die Darstellung der Ablauforganisation muss besonders realistisch sein, weil sich aus dieser Einschätzung nicht nur die Höhe der zu erreichenden Einnahmen und Ausgaben ergibt, sondern auch wann genau mit welchen Einnahmen und Ausgaben zu rechnen ist.

Aufbauorganisation
Aus der Beschaffenheit des Unternehmensaufbaus oder Projektes, ergibt sich logisch, welche Aufbauorganisation zum Abarbeiten des Ablaufplans zum Erreichen der gesetzten Ziele benötigt wird. Die Aufbauorganisation beschreibt dann das benötigte Personal und die benötigte Personalstruktur zum Beispiel in Form eines Organigramms mit Kommentaren.

Finanzplanung
Jetzt muss eine Finanzplanung aufgestellt werden, in der im ersten Schritt die geplanten Einnahmen, Investitionen und Kosten innerhalb des Planungszeitraums in Tabellenform aufgelistet werden. Die bereits ermittelte Einnahmeseite ist zuerst tabellarisch darzustellen. Dann kann die Auflistung der notwendigen Investitionen folgen. Die dritte Tabelle zeigt die Kostenvorschau. In einem zweiten Schritt kann man dann die Ergebnisse der einzelnen Tabellen in Beziehung zueinander setzen. Die Gegenüberstellung der Umsätze und der Kosten ergibt die geplanten Gewinne bzw. Verluste. Stellt man dann alle Einnahmen allen Ausgaben, also Kosten und Investitionen gegenüber, erhält man die geplanten Verfügbarkeit der liquiden Mittel. Daraus kann man errechnen, wann man wie viel Kapital benötigt. Wenn Sie die Finanzierungsplanung schon kennen, können Sie Ihre Planung zur Deckung des Kapitalbedarfs mit Fremd- und Eigenkapital hier hinzufügen. Man sollte bedenken, dass die Liquiditäts- und Kapitalbedarfsrechnung genauso wichtig ist, wie die Gewinn und Verlustrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, dass ein Geschäft profitabel sein kann. Man kann Profite aber nur dann realisieren, wenn ausreichend Kapital bzw. Liquidität vorhanden ist, um den Geschäftsbetrieb in allen Stadien aufrecht zu erhalten.

Anhänge
Zum Schluss sollte man das Bild abrunden, indem man Anlagen zur Verdeutlichung wichtiger Details hinzufügt. Dazu eignen sich Dokumente wie Lebensläufe, Patente, Referenzlisten usw. besonders gut.

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